Warum gibt es verschiedene Arten von Speicher?

In der Computerei gibt es viele Dinge: Register, RAM, ROM, Cache, GPU RAM, Festplatte, USB-Stick. Alles wird gemeinhin als Speicher bezeichnet. Warum gibt es diese Vielfalt an Ausformungen von etwas, das nur Daten speichern soll?

Wir nähern uns dieser Fragestellung, wenn wir uns klarmachen, dass es verschiedene Eigenschaften eines Speichers gibt, die alle für irgendeinen Prozess wichtig sind. So kann ein Speicher klein oder groß sein, je nachdem, wie viele Daten darin gespeichert werden können.

Der Speicher kann die Daten persistent erhalten, so dass sie nach einem Neustart des Rechners noch vorhanden sind. Gut für deine Fotosammlung! Oder die Daten sind flüchtig, wie das aktuelle Programm, das ausgeführt wird. Ein Neustart, und das Programm ist weg.

Dann kommt es noch darauf an, wie schnell der Speicher ist. Register in der CPU des Computers, also im Rechenkern, sollten furchtbar schnell sein, damit sie mit der Ausführungsgeschwindigkeit des Prozessors mithalten können. Auf dein Backup deines Tagebuchs vom letztem Jahr kannst du auch mal ein paar Millisekunden warten.

Schließlich ist noch der Preis ein entscheidendes Kriterium. Wenn eine Festplatte pro Megabyte genauso viel kosten würde wie Register in der CPU, würden wir keine Fotosammlungen anlegen wollen.

Wie du dir denken kannst, gibt es bei diesen Eigenschaften: Volumen, Geschwindigkeit und Preis keine optimale Kombination. Der Ingenieur muss also je nach Anwendungsfall abwägen. Deswegen gibt es diese Vielfalt an Speichern. Für jeden Anwendungsfall ein Spezifikum! So kann man das Beste aus der Maschine herausholen.