Warum gibt es verschiedene Programmiersprachen?

Eine Programmiersprache dient der Kommunikation des Menschen mit der Maschine. Sie ist eine Notation, die der Mensch lesen können soll. Ohne sie würden wir alle Maschinensprache kodieren müssen. Das heißt die Algorithmen, also die Rezepte für den Computer in Zahlen ausdrücken auf dem Niveau der echten Hardware. Das wäre furchtbar mühsam! So können wir als ersten Grund festhalten, dass Programmiersprachen eine Bequemlichkeit für den Programmierer darstellen, und dass diese Bequemlichkeit über die Zeit gewachsen ist. Deswegen gibt es mehrere davon.

Eine Programmiersprache muss exakt sein. Jeder Punkt und jedes Komma müssen genau und richtig gesetzt werden, sonst funktioniert das Programm nicht richtig. Nicht, dass alle Programme immer richtig funktionieren würden, aber das ist natürlich das Ziel.

Wenn man sich nun anders ausdrücken möchte, muss man eine neue Programmiersprache entwickeln. Und wieder ein Grund.

Mit den Jahren wurden in der Informatik immer neue Arten des Ausdrucks von Problemlösungen entwickelt. Wir sprechen nicht mehr die reinen imperativen Sprachen des Anfangs der Computerei. Heutzutage gibt es viel bessere, ausgefeiltere Ausdrucksvarianten, die dem Menschen mehr Hebelwirkung in die Hand geben, wenn er ein Problem bzw. die Lösung dafür beschreiben möchte.

Also machte der Fortschritt in der Computerwissenschaft, also der Informatik, weitere Sprachen notwendig.

Auch gibt es immer wieder Sprachen, die bestimmte Probleme besonders gut lösen, die also einen Anwendungsfall abhandeln, der sonst schwieriger zu lösen wäre. Das ist auch ein Grund.

Ein weiterer Grund ist, dass es auch eine Herausforderung darstellt, eine Programmiersprache zu erfinden. So entwickeln Einzelne immer wieder neue Sprachen. Ob diese dann erfolgreich werden, oder nur ein Randdasein fristen, bleibt abzuwarten.

Die Vielfalt an Programmiersprachen ist jedenfalls eine Errungenschaft der Informatik und ist heutzutage nicht mehr wegzudenken.