Warum ist es gut, als Programmierer faul zu sein?

Gute Programmierer sind faul. Sie sind richtig, richtig fleißig, um dann unheimlich faul sein zu können. Wie ist dieser Zwiespalt zu erklären?

Es gibt für den gemeinen Programmierer nichts Hässlicheres als wiederkehrende, immer gleiche Arbeiten. Manuelle Wiederholungen von Abläufen, Kommandos etc. sind uns verhasst. Man möchte dieses Vorgehen in einem Algorithmus, also einem Rezept abbilden, und dann dem Computer übergeben. Am besten für immer. Der Rechner ermüdet nicht, macht keine Flüchtigkeitsfehler und ihn stört es nicht, immer wieder das Gleiche zu tun. Er ist also perfekt für solche Aufgaben. Warum ihm also nicht die Aufgaben permanent übergeben?

Der Fachbegriff dafür ist Automatisierung. Der heilige Gral der Informatik! Eine Errungenschaft der Zivilisation ist es ja, dass der gemeine Bürger ohne viel nachdenken zu müssen, so viel so einfach erledigen kann. Wenn man darüber nachdenkt, ist es schon sehr fortgeschritten hier in der ersten Welt.

Die Frage: Warum ist es gut, als Programmierer faul zu sein, ist natürlich plakativ gemeint, aber der Kern ist wahr. Der gute Programmierer hasst manuelle Wiederholungen und möchte sie jederzeit automatisieren. Wenn er dann seine Software für den Markt verfügbar macht, macht unsere Zivilisation einen kleinen, aber feinen Fortschritt.