Was ist eigentlich eine Programmiersprache?

Programmiersprachen sind Notationen zwischen Mensch und Maschine.

Die Maschine ist hierbei ein Rechner, der einen Prozessor, eine CPU aufweist. CPU steht für Central Processing Unit, das ist Englisch und heißt Zentrale Recheneinheit. Der Prozessor versteht nun Maschinensprache, eine Abfolge von Zahlen. Das ist für den Menschen kaum zu entziffern und musste in der Anfangszeit der Computerei mühsam per Hand kodiert werden.

Die Rechner werden nun jedes Jahr schneller und mächtiger, der Mensch natürlich nicht. Deshalb haben sich die verwendeten Sprachen an den Menschen angepasst und nehmen mehr Rücksicht auf ihn. So wurde als erstes Assembler kreiert, was eine Sprache aus Mnemoniks aus 3 bis 4 Zeichen ist. Diese kurzen Mnemoniks werden dann von einem Kompiler, also einem Übersetzerprogramm in Maschinensprache übersetzt. Diese kann der Rechner dann ausführen.

Heutzutage programmiert kaum einer mehr Assembler, meist wird in viel abstrakteren Hochsprachen programmiert, die viel komplexere Ausdrucksweisen ermöglichen. Ausdrucksweisen, die der Mensch, wenigstens der Fachmann gut verstehen kann, die dann aber jeweils in Hunderte- bis Tausende Assembleranweisungen übersetzt werden müssen.

Was macht nun eine solche Hochsprache aus?

Sie hat eine Grammatik, also eine Syntax. Also welche Sätze in der Sprache geschrieben werden dürfen. Die Sätze der Sprache besitzen dann eine Semantik, also eine Bedeutung. So bilden die Sätze eines Programms dann einen oder mehrere Algorithmen ab. Ein Algorithmus ist ein Rezept, wie ein Kochrezept, nur für den Rechner. Es sagt genau, was der Rechner tun soll, er hat also keine weitere Beliebigkeit. Der Computer führt genau das aus, was ihm befohlen wurde.

Viele hunderte bis tausende Textdateien bilden nun ein komplexes System, das zusammengenommen das Programm ergibt. Also ein großes Ganzes.

Verschiedene Arten von Klammern strukturieren den Code, also die Sätze des Programms. Der Programmtext ist dabei sehr genau spezifiziert: jedes Zeichen muss richtig gewählt sein! Programmieren ist sehr exakt: es darf keine Doppeldeutigkeiten geben. Nicht so wie in einer natürlichen Sprache, wo Bank für eine Finanzinstitution oder die Sitzgelegenheit im Park davor stehen kann.

Eine Programmiersprache wird allgemein genannt, wenn man jeden beliebigen Algortihmus ausdrücken kann. Markup-Sprachen, die ein Dokument wie eine Webseite beschreiben, sind also keine Programmiersprachen.

Und woraus besteht nun so ein Algorithmus?

Es gibt Ausdrücke, also Formeln die einen Wert berechnen, Anweisungen, Befehle an den Computer, und Deklarationen, wo etwas definiert wird, um später verwendet zu werden.

Jetzt haben wir einen gewissen Einblick darin erhalten, was eine Programmiersprache ausmacht.